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Pour Over Kaffeebereiter: Test & Vergleich (01/2023) der Top 5

Pour Over Kaffee ist für viele Kaffeetrinker nichts Neues. Die Methode des Kaffeefilterns per Hand war eigentlich die übliche Zubereitung des Kaffees, wie unsere Großeltern sie kannten. Ein Filter wurde auf eine Kanne oder Tasse gestellt, ein Papierfilter eingelegt und der Kaffee eingefüllt.

Aus einem Wasserkessel goß man dann in mehreren Etappen heißes Wasser in den Filter. Handgefilterter Kaffee kommt jetzt wieder zurück und ist für Wenigtrinker und für Genießer eine gute Wahl. Mit den richtigen Kaffeebohnen und einem der hochwertigen Filter zaubert man geschmackvolle Kaffeemomente mit Pour Over Kaffee.

Was versteht man unter der Pour-Over-Methode?

pour over kaffeebereiter test

https://pixabay.com/de/photos/kaffee-barista-brauen-gie%C3%9Fen-4063918/

Pour Over Kaffee wird durch ein direktes Brühen des Kaffees in einem Filter mittels eines Wasserkessels hergestellt. Man gibt per Hand mittels Wasserkessel das heiße Wasser in den Filter.

Der Pour Over Kaffee ist deshalb so mild und verträglich, weil die Kaffeepulverkörnchen nur kurze Zeit mit dem heißen Wasser in Kontakt kommen. Bei der Full-Immersion-Methode kommt der Kaffee in die Gesamtmenge Wasser und dieses hat die gesamte Zeit den vollen Kontakt mit allen Kaffeepulverbestandteilen.

Es lösen sich mehr Aromastoffe und Bitterstoffe aus dem Pulver. Der Kaffee ist vollmundiger, aber auch für empfindliche Personen oft zu stark und reizend. Die Full-Immersion-Methode ist beispielsweise bei der French Press oder bei türkischem Kaffee üblich.

Pour Over Kaffee vs Filterkaffeemaschine

Pour Over Kaffee hat gegenüber der Filterkaffeemaschine den Vorteil, dass man gezielt das Wasser auf das Kaffeepulver verteilt.

Es werden alle Partikel gleichmäßig benetzt und das Aroma entwickelt sich gleichförmiger.

Beim Filterkaffee wird das Wasser immer an der selben Stelle in den Filter gegeben. Dadurch kann es zu ungleichmäßiger Verteilung des Wassers kommen und manche Kaffeepartikel werden nicht richtig benetzt.

pour over papierfilter

bohdan_zubrytskyi – Pixabay.com

Welches Zubehör benötigt man?

Für den Pour Over Kaffee benötigt man keine großen technischen Geräte. Es gibt Aufsatzfilter, die man auf eine Tasse stellen kann, berühmt sind die Karlsbader Kanne oder die Chemex. Bei den Filtern kann die Auswahl nochmals auf Glasfilter, Stofffilter, Edelstahlfilter oder Keramikfilter orientiert sein.

In diese Filter legt man dann Filterpapier oder Filtertüte ein, entsprechend dem Modell ausgewählt. Wer es ganz einfach haben will und kostengünstig, holt sich einen Kaffeefilter oder -Tropfer.

Dieser wird auf eine bereits vorhandene Kanne oder eine Tasse aufgesetzt. Wenn wenig Kaffee getrunken wird oder nur für eine Person geplant wird, dann genügt diese Methode beim Pour Over Kaffee. Für das Aufgießen der Wassermengen benötigt man einen Wasserkessel.

So gelingt der perfekte Pour Over Kaffee

Wer sich die Methode des Handfilterkaffees anschaut, wird von der Einfachheit begeistert sein. Der Minimalismus beim Kaffeetrinken hat etwas für sich. Man stellt die Kanne, die Chemex oder die Karlsbader Kanne bereit. Dann legt man einen Papierfilter oder die Filtertüte ein.

Das Wasser aus dem Wasserkessel sollte nach dem Kochen etwas ruhen, bis es die Temperatur von etwa 93 Grad Celsius erreicht hat. Es sollte nicht mehr kochen. Zuerst muss der Filter angefeuchtet werden. Dazu gießt man Wasser in den Filter und macht das Papier nass. Die Kanne oder Tasse wird damit auch schon etwas vorgewärmt. Das Wasser schüttet man aus.

Auf den angefeuchteten Filter gibt man den Kaffee, der einen mittleren Mahlgrad haben sollte. Das muss man je nach Kaffeesorte ausprobieren. Auf eine Wassermenge von 150 Millilitern kann man 8 bis 12 Gramm Kaffeepulver rechnen, je nach der gewünschten Stärke des Kaffees. Dann lässt man das Kaffeepulver „blühen“, man gießt etwas Wasser über den Kaffee und lässt ihn aufquellen.

In kleinen Schritten immer wieder heißes Wasser übergießen

In einigen Schüben gibt man dann immer wieder heißes Wasser auf das Kaffeepulver und lässt den Filterkaffee langsam in die Kanne laufen. Die Aromen entwickeln sich nach und nach. Am Duft des Kaffees kann man schon erkennen, wie sich diese Art des Brühens von anderen unterscheidet.

Im Filter bleiben die feinen Partikel zurück und auch die Kaffeeöle, die sonst den Kaffee so kräftig und herb machen. Der handgefilterte Kaffee ist bekömmlicher, feiner im Aroma und lässt besonders fruchtige Noten besser zur Geltung kommen. Für Kaffeeliebhaber, die mit dem Magen Probleme haben, kann der handgefilterte Kaffee eine gute Lösung sein.

Welche Pour Over Kaffeebereiter gibt es?

Für den Pour Over Kaffee gibt es spezielle Kannen oder Filter, die etwas unterschiedlich in der Bauart und im Design sind. Ob man sich für ein spezielles Design oder für einen einfachen Filter entscheidet, das ist eine persönliche Frage.

Chemex

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  • Einzigartiger Zubereiter für wunderbar aromatischen, klaren Filterkaffee

Die berühmte Chemex ist ein Kaffeefilter und Dekantiergefäß zugleich. Eine spezielle Filtertüte kommt oben in den Kaffeefilter hinein und dann wird wie beschrieben der Kaffee gebrüht. Mit einer Holzmanschette hat man einen guten Griff auch für die heiße Kanne.

Das Design ist ausgezeichnet worden und kann im Museum für Modern Art in New York bestaunt werden. Die Chemex kann man für 2-3 Tassen oder für bis zu 6 Tassen in 2 verschiedenen Größen erwerben.

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Die Hario V60 ist ähnlich der Chemex aufgebaut, sie hat aber einen herausnehmbaren Tropfer, der den Papierfilter hält.

Der Pour Over Kaffee gelingt auch in diesem Modell gut und die Hände werden durch ein Silikonband geschützt vor Verbrennungen. Für eine Menge von 700 Milliliter ist dieses Design eine gute Wahl.

Bodum Pour Over

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Die Bodum Pour Over ist vom Design her eine ähnlich gute Wahl wie die Teekanne von Bodum. Elegant, praktisch und unwiderstehlich schön ist sie schon ein Genuß für das Auge. Sie hat einen Dauerfilter aus Edelstahl integriert und spart damit viele Papierfilter ein. Eine Manschette um die Kanne schützt die Hände vor dem heißen Glas. Man kann bis zu einem Liter Filterkaffee mit der Kanne zubereiten.

Kalita Wave

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Pour Over Kaffee aus der Kalita Wave Kanne und dem Kalita Wave Tropfer ist ein Kult. Die Tropfer kann man einzeln kaufen, es gibt passende Kannen dazu im Angebot. In die Tropfer werden körbchenförmige Papierfilter eingelegt. Die Kannen sind in verschiedenen Größen erhältlich. Die Tropfer gibt es als Glasmodelle oder auch aus Keramik.

Hario Drip Pot

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  • HARIO VD-V60 Tropfer unterstützt die Durchblutung und ermöglicht maximale...
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Der Hario Drip Pot besteht aus einer Glaskanne und einem Filter aus Baumwolle. Man benötigt keine Papierfilter. Der Pour Over Kaffee ist aromatischer als der durch den Papierfilter zubereitete Kaffee. Um die Glaskanne liegt wieder eine Manschette, die vor Verbrennungen schützt.

Welche Filterarten gibt es für Pour Over Kaffee und wo liegen die Vorteile und Nachteile?

Für den Pour Over Kaffee gibt es Papierfilter, Stofffilter, Keramikfilter und Edelstahlfilter.

FilterartEigenschaften
PapierfilterPapierfilter nehmen sehr viele Feinteile des Kaffees auf und halten Kaffeeöle zurück. Der Kaffee ist daher sehr mild. Durch die Papierfilter entsteht Abfall, der aber rückstandslos kompostiert werden kann.
StofffilterStofffilter lassen mehr Aromastoffe durch und bringen einen aromatischen und vollmundigen Kaffee hervor. Der Filter kann mehrfach verwendet werden, ist aber dann auch zu wechseln. Es entsteht Abfall.
KeramikfilterBei manchen Kannen ist ein doppelter Keramikfilter integriert, der den Kaffee langsam durchtropfen lässt. Diese Filter sind immer wieder verwendbar und geschmacksneutral.
EdelstahlfilterWer einen Edelstahlfilter verwendet, kann diesen immer wieder nutzen. Der Dauerfilter verringert den Abfall. Die Nutzung des Edelstahlfilters ist geschmacksneutral, im Gegensatz zu Papierfilter oder Stofffilter. Diese können geringfügig den Geschmack beeinflussen.

Was tun, wenn Pour Over Kaffee nicht schmeckt?

Wenn der Pour Over Kaffee nicht schmeckt, kann das an der Menge des Kaffeepulvers liegen. Eventuell ist mit der Stärke des Kaffees zu experimentieren. Etwas weniger Pulver einzusetzen kann dann schon oft die Lösung sein.

Wer mit der Filterart experimentiert, kann auch erfolgreich seinen Lieblingskaffee finden. Der Stofffilter lässt mehr Aromastoffe durch als der Papierfilter.

Der Papierfilter wieder ist für empfindliche Mägen die besser Wahl, weil der Kaffee reizärmer auf den Magen wirkt als beispielsweise durch den Edelstahlfilter gebrühter Pour Over Kaffee. Eine andere Kaffeesorte kann den Pour Over Kaffee auch attraktiver und bekömmlicher machen.

Fazit

Pour Over Kaffee ist kein neuer Trend, sondern eher die traditionelle Zubereitungsmethode, die sich bewährt hat. Nostalgisch wird man beim Anblick der Filter und Kannen, die schon in der selben Form von unseren Großeltern genutzt wurden. Manches kann man eben einfach nicht verbessern.

Quellen, Verweise und weiterführende Links

Letzte Aktualisierung am 28.01.2023 um 10:06 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API