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Arabica vs. Robusta Kaffeebohnen im Vergleich

Die beiden Kaffeesorten Arabica und Robusta sind die am meisten in der Welt angebauten Kaffeepflanzen. Auch wenn es über 100 verschiedene Sorten gibt, findet man für den kommerziellen Anbau selten andere Kaffeesorten als Arabica und Robusta.

Seit dem 7. Jahrhundert wird die Arabica Pflanze genutzt und ist für ihre anregende Wirkung und den aromatischen Geschmack bekannt. Die Robusta Pflanze hat es da deutlich schwerer gegen die beachtliche Geschichte der Arabica Bohnen anzukommen. Vielleicht ist sie deshalb bei den Kunden und Händlern nicht so beliebt und bekannt wie die allseits gegenwärtige Schwester Arabica.

arabica robusta kaffeebohnen

Arabica Kaffeebohnen weisen blumig-fruchtige Noten auf. Zudem ist der Koffeingehalt geringer als bei Robusta-Kaffee.

Anbau und Herkunft von Arabica und Robusta

Die Arabica Pflanze hat den Ruf, sehr anspruchsvoll zu sein. Sie wächst in Höhenlagen ab etwa 600 Meter über dem Meeresspiegel und bis in Höhen von 2300 Metern. Die Temperatur darf bestimmte Bereiche nicht unter- oder überschreiten. Am besten gedeiht Arabica bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius während Robusta in einem Klima zwischen 20 und 30 Grad wachsen kann. Robusta Pflanzen gedeihen in Höhenlagen bis zu 900 Metern. Damit kann die Robusta Sorte in weiteren Bereichen angebaut werden als die anspruchsvollere Arabica.

Arabica Coffea stammt aus den Hochebenen Äthiopiens. Dort entstand der Brauch, aus den gerösteten Kaffeebohnen ein Getränk zu brühen. Der Unterschied zwischen Arabica und Robusta wird in der Herkunft besonders deutlich. Robusta stammt ursprünglich aus Gegenden von Zentralafrika und Westafrika. Mit der robusteren Kaffee-Variante konnte man seither auch im Flachland Kaffee anbauen. Robusta Kaffee wird in Vietnam, Indonesien und Indien erzeugt. Er hat insgesamt etwa 40 Prozent am Marktanteil inne.

Arabica und Robusta unterscheiden sich auch im Höhenwachstum. Die Arabica Bäume können bis zu 10 Meter hoch wachsen. Robusta Pflanzen wachsen zwischen 3 und 6 Metern hoch. Robusta Pflanzen sind allgemein widerstandsfähiger und vitaler als die Arabica Pflanzen. Arabica und Robusta haben nicht nur einige Unterschiede, sie sind dem jeweiligen Standort angepasst.

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Die Kaffeebohnen von Arabica sind eher länglich oval und haben eine feine geschwungene Linie in der Falte auf der Bohne

Aussehen und DNA von Robusta und Arabica

Das Aussehen der beiden Kaffeesorten unterscheidet sich sehr. Die Kaffeebohnen von Arabica sind eher länglich oval und haben eine feine geschwungene Linie in der Falte auf der Bohne. Die Robusta Sorte zeigt ein runderes Aussehen und ist kleiner. Die Falte auf der Bohne ist gerade und weniger ausgeprägt. die Größe der Bohnen hängt allerdings auch von den Sorten ab, denn diese unterscheiden sich nochmals in Aussehen und Größe. Die Sorte Arabica hat beispielsweise noch 70 Variationen zu bieten, die sich alle unterschiedlich entwickeln.

Die DNA von Arabica hat 44 Chromosomen aufzuweisen, die von Robusta liegt bei 22 Chromosomen. Die Arabica Pflanze entwickelt ein tieferes Wurzelsystem. Sie kann gut mit Selbstbestäubung auskommen und benötigt keine Befruchtersorte. Arabica und Robusta unterscheiden sich an dieser Stelle sehr, Robusta benötigt eine Bestäubersorte und zeigt ein weniger tief reichendes Wurzelwerk. Da der Höhenwuchs aber auch nicht so extrem erscheint wie bei der Arabica Pflanze, passen die flachen Wurzeln auch wieder ins Bild.

Geschmack, Konsistenz, Crema

Der Geschmack der Arabica und Robusta Sorten bietet für Genießer eine große Vielfalt. Mit den unterschiedlichen Wachstumsbedingungen bilden sich auch verschiedene Aromen und Nuancen in den Kaffeekirschen aus. Das langsame Abreifen der Pflanzen im Hochland lässt die Kirschen zu eher süßeren Aromen entwickeln als die vitaleren Früchte aus dem tiefer gelegenen Land. Arabica bringt blumige und fruchtige Aromen in die Tasse, aber auch Aromen wie Honig, Nüsse und Schokolade. Arabica Bohnen entwickeln mehr Süße als Robusta.

Der Koffeingehalt ist in den Robusta Bohnen ungefähr doppelt so hoch. Robusta Kaffee bringt Aromen wie dunkle Schokolade, Nüsse, Erde, Kakao oder bittere Nuancen ins Spiel. Im allgemeinen schmeckt Robusta Kaffee herber und kräftiger als die Arabica Varianten.

Die Crema wird bei der Robusta Bohne beständiger und feiner. Die Crema hält sehr lange ohne die Zugabe von chemischen Hilfen. Bei einem Espresso aus Arabica Bohnen werden teilweise Hilfsmittel zugesetzt, die für den längeren Erhalt der Crema sorgen.

Koffeingehalt, Chlorogensäuren und Verträglichkeit

Der Koffeingehalt ist deutlich höher in der Robusta Bohne. Er beträgt fast das Doppelte vom Koffeingehalt im Vergleich mit der Arabica Bohne. Wenn man Arabica vs Robusta in Bezug auf die Chlorogensäure anschaut, kann man weitere große Unterschiede entdecken.

Die Robusta Bohne enthält etwa das Doppelte an Chlorogensäure als die Arabica Bohne. Man hat Kundenmeinungen gehört, dass es zu Magenbeschwerden kam nach dem Genuss von Kaffee Robusta. Studien konnten dies nicht belegen mit Ursachen und Begründungen, deshalb muss man vorsichtig sein mit Behauptungen. Es wurde auch schon eine positive Beeinflussung der Magentätigkeit durch die Inhaltsstoffe des Robusta Kaffees erkannt. So wird es wohl eher zutreffen, dass die Bekömmlichkeit eine individuelle Sache ist. Die Auswertung der Ergebnisse bleibt abzuwarten. Arabica vs Robusta bleibt ein spannendes Spiel.

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Robusta Kaffeebohnen sind weniger empfindlich beim Anbau. Sie weisen einen höheren Koffeinanteil auf und werden häufig für Espressomischungen verwendet.

Zusammengefasst: Die wesentlichen Unterschiede zwischen Arabica und Robusta

Die Kaffeesorten Arabica und Robusta zeigen aufgrund der verschiedenen Abstammungen und Anbaubedingungen eine voneinander abweichende Wirkung und Optik.

  • Koffeingehalt von Robusta doppelt so hoch
  • Chlorogensäuren in Robusta höher
  • Aromen unterscheiden sich, blumig fruchtig bei Arabica, bei Robusta schokoladig, erdig
  • Die Crema hält bei Robusta wesentlich länger und ohne Hilfsmittel
  • Arabica wächst höher als Robusta
  • Die Bohnen sind unterschiedlich geformt, rund bei Robusta und oval länglich bei Arabica
  • Robusta ist widerstandsfähiger gegen klimatische Bedingungen und Schädlinge
  • Robusta eignet sich für mehr Anbaugebiete und benötigt weniger Schutz, der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln entfällt

Worin liegen die Vorteile von Kaffeemischungen?

Kaffeemischungen ermöglichen mehr Variationen an Aromen. Arabica und Robusta bieten zusammen oder mit anderen Kaffeevarianten in einer Mischung mehr Vorteile um die günstigen Eigenschaften hervorzuheben. So kann bei einer Mischung die Crema länger halten oder der Gehalt an Chlorogensäure beeinflusst werden.

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Arabica vs Robusta im Preisvergleich – welcher Kaffee ist teurer?

Robusta ist wesentlich günstiger als Arabica. Der Anbau erfordert nicht die besonderen Bedingungen wie bei dem typischen Hochlandkaffee, so kommen mehr Anbaugebiete in Frage. Die Ernte kann auf flachem Land auch maschinell erfolgen und nicht in Handarbeit.

Welche Kaffeebohne setzt man für welche Spezialität ein?

Robusta wird in Vietnam gern getrunken in den speziellen vietnamesischen Kaffeerezepten. Er ist kräftiger und kann dadurch dem typischen Milchkaffee, Eiskaffee oder Kaffee mit geschlagenem Eigelb Cà phê trúng die besondere Note geben.

Robusta wird in südlichen Teilen Italiens vermehrt für den Espresso eingesetzt. Da die Crema länger hält, ist der Kaffee besser als Arabica dafür geeignet. Der Vergleich Arabica vs Robusta fällt hier eindeutig zugunsten von Robusta aus.

 

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Gibt es weitere bekannte Kaffeebohnenarten?

Liberica

Liberica ist eine Kaffeesorte, die in Westafrika und in Südostasien wächst. Der Anbau erfolgt in kleineren Mengen und gewinnt als Spezialitätenkaffee Bedeutung. Eine große wirtschaftliche Rolle spielt diese Kaffeesorte nicht. Im Vergleich zu Arabica und Robusta ist der Ertrag höher und die Widerstandsfähigkeit enorm. Die Sorte enthält wenig Zucker und viel Koffein.

Excelsa

Excelsa ist eine Kaffeesorte, die im Vergleich mit Arabica und Robusta einen sehr kräftigen Wuchs aufweist. Sie gilt als Rarität im Kaffeegeschäft und spielt nur eine kleine Rolle in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit. Angebaut wird sie am Tschadsee. Arabica und Robusta beherrschen den Markt, die Sorte Excelsa wird eher als Seltenheit gehandelt. Aufgrund des starken Aromas ist die Sorte etwas für Kenner und doch eher gewöhnungsbedürftig.

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Maragogype wird in Mexiko erzeugt und ist eine Rarität. Er hat im Vergleich zu Arabica und Robusta eine sehr geringe Präsenz am Markt. Die Bohnen sind sehr groß und bieten einen milden Genuss.

Fazit: Welche Kaffeesorte ist besser – Arabica oder Robusta?

Man kann nicht direkt sagen, welche Kaffeesorte besser ist, Arabica oder Robusta. Es gibt für beide Sorten die idealen Einsatzgebiete. Man kann sich aus dem Angebot am Markt einfach seinen Lieblingskaffee auswählen. Robusta ist zu unrecht ein wenig Stiefkind bei den Konsumenten und bleibt noch immer den aufmerksamen Fans vorbehalten, die ein Auge auf die Raritäten werfen.

Weiterführende Webseiten

Bildquelle:

  • https://pixabay.com/de/photos/kaffee-arabica-pflanze-obst-1059577/
  • https://pixabay.com/de/photos/cafe-kaffee-robusta-kaffee-3771610/
  • https://pixabay.com/de/photos/kaffee-arabica-trinken-hintergrund-3338387/

Letzte Aktualisierung am 28.09.2022 um 05:57 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API