Alles über Kaffee – Bemerkenswertes rund um den Kaffeegenuss

Schmeckt der Kaffee richtig gut, freut sich der Feinschmecker. Aber was macht eigentlich das Geheimnis eines guten Kaffees aus? Für den einen muss er stark und schwarz mit Crema sein, der andere liebt ihn mit viel aufgeschäumter Milch, und der nächste bevorzugt ein Sahnehäubchen. Doch so verschiedenartig auch die einzelnen Vorlieben sein mögen, so sind sich doch alle Kaffeetrinker in diesen Punkten einig: Bitter, fade, abgestanden und lauwarmer darf Kaffee nicht sein. Denn all das hat mit dem Genuss nichts zu tun, den du dir von einem guten Kaffee versprichst. Wir von Netzkaffee lüften das Geheimnis des perfekten Kaffees. Außerdem verraten dir die Unterschiede zwischen Kaffee und Espresso, die beide aus Kaffeebohnen zubereitet werden und doch so verschieden sind in Bekömmlichkeit, anregender Wirkung und Geschmack. Wir hoffen somit, dir wichtige Fragen rund um den Kaffee und seine Zubereitung zu beantworten und dir mit unseren Informationen zugleich eine unterhaltsame Lektüre anzubieten – vielleicht genau das Passende für deine nächste Kaffeepause.

Faszination Bohne: Geschichte des Kaffeetrinkens

Du kennst es wahrscheinlich gar nicht anders, Kaffee gehört für dich einfach dazu. Du startest mit einer Tasse Espresso oder Kaffee Crema in den Tag, gönnst dir am Nachmittag einen Cappuccino mit belebender Wirkung oder freust dich auf deinen bewährten Muntermacher am Abend. Wie dir geht es vielen Menschen – nicht nur in Deutschland, sondern auch in fast allen Industrieländern der Welt: Der Kaffeeautomat mit integrierter Kaffeemühle, die Espressomaschine oder die Kaffeemaschine für gemahlenes Kaffeepulver kommt ganz selbstverständlich täglich zum Einsatz. Kaffeebohnen gibt es in vielen Fachgeschäften frisch geröstet zu kaufen oder du kannst sie online in vielen Shops bestellen. Auch in Supermärkten ist die Auswahl an Kaffees in der Vakuumverpackung in ganzen Bohnen, in Pulverform oder in Kapseln gepresst riesig. In der langen Tradition des Kaffeegenusses ist diese flächendeckende und ständige Verfügbarkeit zum bezahlbaren Preis eine recht neue Entwicklung des 20. Jahrhunderts. Davor war Kaffee jahrhundertelang in den meisten Ländern eine Rarität, die sich nur wenige leisten konnten. Wie reich und bedeutend jemand war, ließ sich durchaus anhand der Kaffeebohnen berechnen, die er sich leisten konnte. Kaffee kaufen, kochen und genießen – heute alltäglich, früher purer Luxus.

Der Mythos um Kaffa als Ausgangspunkt des Kaffees

Sobald du dich ein wenig mit der Historie der Kaffeepflanze beschäftigst, triffst du irgendwann auf die Legende mit dem Ziegenhirten. Seine Ziegen verhielten sich nach dem Naschen von seltsamen kleinen „Kirschen“ – bis dato unbekannten wilden Kaffeekirschen – auffällig munter. Der Hirte ging der Sache nach und so wurde angeblich der Kaffee entdeckt. Ob diese Geschichte einen wahren Kern hat oder ins Reich der Märchen und Mythen gehört, ist ungewiss. Fakt ist aber, dass die Region Kaffa im heutigen Äthiopien das Ursprungsgebiet der Kaffeepflanze ist. Da die durch den Gehalt an Koffein belebenden Bohnen pur fast ungenießbar waren, kam die Idee auf, Kaffee zu kochen. Nachdem Kaffeesträucher über die üblichen Handelswege bis nach Arabien gelangten und sich dort die Kunde vom Kaffee und seiner anregenden Wirkung verbreitete, begann der systematische Anbau von Kaffee. Kaffeehäuser wurden zunächst in der Stadt Mokka eröffnet, später auch in vielen anderen Städten. Kaffee kochen und trinken wurde dort unter einheimischen Männern, Reisenden und Händlern regelrecht zelebriert. Über Land- und Seewege gelangte der Kaffee später nach Europa und galt lange als Genussmittel für begüterte und adlige Personen.

Kaffee als Handelsware und Genussmittel

Kaffeepflanzen brauchen sehr spezielle Bedingungen, um zu gedeihen und reiche Ernte in guter Qualität zu liefern. Als die am Anbau und Genuss von Kaffee interessierten Europäer bemerkten, dass ihre Kaffeebäumchen auf hiesigen Böden verkümmerten, kultivierten sie Kaffeesträucher in den Kolonien in Lateinamerika und in der Karibik, zunächst auf Plantagen in Ceylon (Sri Lanka) und auf Java. Brasilien und andere Länder folgten. Kaffee als Rohkaffee und geröstete Kaffeebohnen erlangten große Bedeutung als Handelsgut. Einige europäische Länder entwickelten ihre eigenen Traditionen rund um das Rösten und Mahlen von Bohnen, ihre Zubereitung und das Trinken von Kaffee und anderen Spezialitäten. In Italien wurde der Espresso „erfunden“. Wenn du heute einen Espresso, einen Latte macchiato oder Cappuccino trinkst, dann unterscheiden sich die Bohnen an sich nicht von ganz normalen Kaffeebohnen. Einzig das spezielle Röstverfahren, der Mahlgrad und die Art der Zubereitung mit hohem Druck bewirken, dass Espresso viel intensiver schmeckt als Kaffee. Zugleich besitzt er weniger Säure und ist daher ähnlich wie schwarzer Tee bekömmlicher als Kaffee. In Relation nimmst du pro Portion Espresso auch weniger Koffein zu dir, obwohl der Koffeingehalt gegenüber Kaffee nicht reduziert ist. In Österreich bildete sich fast zeitgleich eine bis heute weltberühmte Kaffeehauskultur um den Genuss von Kaffee mit Zucker, Schlagobers und Gebäck.

Von besten Bohnen, Kaffeepads und dem Siegeszug der Espressomaschine

Espresso und Kaffeeschmankerl blieben zunächst den Italienern und Österreichern vorbehalten. Als Deutscher trank man meist Filterkaffee – vorzugsweise aus der Filterkaffeemaschine von Melitta. Großröstereien wie Eduscho, Tchibo und Darboven mit Idee Kaffee sowie die Einführung der praktischen Vakuumverpackung führten dazu, dass der Kaffeepreis sank. Kaffee wurde so zum erschwinglichen Volksgetränk, allerdings blieb der Geschmack dabei mitunter auf der Strecke. In den Kannen einfacher elektrischer Kaffeemaschinen mit Warmhalteplatte und in unzureichend isolierten Thermoskannen feierten die Bitterstoffe ein fröhliches Stelldichein – vom ursprünglichen feinen Aroma war bei dieser Art des Warmhaltens nichts mehr übrig. Das änderte sich, als Kaffee kochen per Vollautomat in Mode kam. Zunächst nur als neue technische Errungenschaften in der Gastronomie eingesetzt, kamen Kaffeevollautomaten bald auch in privaten Haushalten zum Einsatz. Kaffee und Espresso auf Knopfdruck – einfach und dabei so aromatisch wie im Café, das war der Trend der Neunziger Jahre. Automatische Sahnespender, wie sie iSi Kulinarik anbietet, lassen auch daheim Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre aufkommen. Fast parallel zu den automatischen Maschinen entwickelten italienische Hersteller wie QuickMill und Bezzera Siebträgermaschinen, deren Bedienung etwas mehr Geschick erforderte, zugleich aber auch mehr Individualität beim Kaffee kochen ermöglichte. Aufs Knöpfchen drücken und Kaffee kochen – nichts für jemanden, der als echter Heimbarista auftrumpfen möchte. Denn um den besten Espresso für sich zu entdecken, bedarf es nach Ansicht eines Barista der professionellen Siebträgermaschine mit Kaffeemühle, Presse und italienischer Seele!

Die Kaffeerevolution: Rückkehr des Filterkaffees und Besinnung auf den Rohstoff Kaffee

Im digitalen Zeitalter können sich Kaffeeliebhaber in aller Welt vernetzen und im Kaffeeverband untereinander Informationen austauschen. So überrascht es nicht, dass sich beim Thema Kaffee ebenso wie beim Tee verschiedene Anschauungen ausprägen. Es gibt nicht nur die eine selig machende Kaffee-Philosophie. Neben Technikfreaks, für die insbesondere die Hardware zählt – also Qualität der Maschine – gibt es auch eine wachsende Schar von Kaffeefans, die sich auf die Software konzentrieren, den Rohstoff Kaffee und dessen Verarbeitung. Diese Menschen geben ursprünglichen Sorten, individuellen Röstungen, fairem Handel und traditionellen Filtern oder neuen Filtermaschinen wie der Moccamaster den Vorzug. Bei den Kaffeebohnen kommt es nach Meinung der Kaffeerevolutionäre auf die Sorte, Region, die klimatischen Bedingungen und den Boden an. Nach der Ernte müssen die Kaffeekirschen mit viel Wissen und Feingefühl getrocknet werden. Geröstet werden sollten die Kaffeebohnen erst kurz vor dem Verbrauch, um Frische und eine Vielzahl an Aromen zu erhalten. Nur so sind die wichtigsten Grundvoraussetzungen für einen Kaffee in Spitzenqualität erfüllt.

Was beim Kaffee in der Tasse letztlich zählt, ist, dass er dir schmeckt – und dass du mit Kaffeevollautomat, Espressomaschine oder Kaffeemaschine gut klarkommst. Deswegen solltest du dich nicht nur auf Bio oder andere Trends verlassen, sondern lieber dem guten Gefühl vertrauen, den für dich idealen Kaffee gefunden zu haben. Einen, bei dem Zubereitungsmethode und Aroma genau nach deinem Geschmack sind!