Espresso – für die perfekten italienischen Genussmomente!

Espresso ist dem Kaffee als der Deutschen Lieblings-Heißgetränk dicht auf den Fersen. Kein Wunder, gilt er doch pur genossen als besonders bekömmlich und versteht es nebenbei, in vielen verschiedenen Variationen und Geschmacksrichtungen aufzutrumpfen. Espresso verkörpert immer ein Stück italienisches Lebensgefühl. Dabei ist es fast unerheblich, ob er stark und schwarz in die extrakleine Tasse fließt oder mit Milch, Schokolade und diversen Aromen verfeinert wird – Hauptsache Espresso! Aber der kleine starke Bruder des Kaffees gilt auch als kapriziös und schwierig, weil bei seiner Zubereitung viele Faktoren berücksichtigt werden müssen.

Espresso – ein Kaffee mit sieben Siegeln?

Hat dich diese angeblich so schwierige Zubereitung bis heute immer wieder abgeschreckt? Vergiss es, denn die Wahrheit ist: Jeder kann Espresso kochen – es ist definitiv kein Kunsthandwerk, das nur Profis ausüben dürfen. Auf Netzkaffee darfst du es sogar virtuell üben! Mit einer Espressomaschine, einer Kaffeemühle und richtig gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen bist du in der Praxis schon bestens ausgerüstet. Wenn in deinem Haushalt bislang weder Espressomaschine noch Kaffeemühle vorhanden sind, kannst du auch tolle Ergebnisse mit einer French Press (Stempelkanne) oder einem sogenannten Espressokocher (Herdkanne) erzielen. Allerdings brühst du damit nicht wirklich Espresso, noch nicht einmal Mokka, sondern einfach nur einen besonderen Kaffee.

Von Espressobohnen, schnellem Kaffee und anderen Irrtümern rund um den Espresso

Kaffeebohnen wachsen am Kaffeestrauch, Kakaobohnen wachsen am Kakaobaum – und Espressobohnen? Richtig, die gibt es gar nicht, denn Espresso ist eine besondere Kaffeesorte und wird aus ganz normalen Kaffeebohnen zubereitet. Allerdings werden bei der Bohne bestimmte Sorten und Mischungen bevorzugt, auch die Röstung ist kräftiger und darum steht auf manchen Bohnenpackungen dann auch groß „Espresso“ drauf, obwohl im Grunde Kaffee drin ist. Du kannst davon ausgehen, dass Marken wie Fornara Zicaffe, New York Kaffee und MariaSole ihre Bohnen gezielt entsprechend ihrer späteren Verwendung für Espresso oder eine der zahlreichen Variationen mit Espresso auswählen und weiterverarbeiten. Steht Fair Trade auf der Packung, erhalten die Kaffeebauern eine höhere Vergütung pro Kilo Kaffeebohnen. Latte macchiato, Cappuccino mit Milchschaum oder Sahne und Caffè Latte haben ebenfalls eine Basis aus kräftigem Espresso. Grundvoraussetzungen, die Bohnen erfüllen müssen, sind neben der dunklen Röstung absolute Frische und Qualität. Nur dann kann aus den Bohnen der intensive, aber dennoch säurearme, milde Espresso entstehen, der belebt, ohne zu den Magen zu belasten. Weit verbreitet ist auch der Irrglaube, Espresso habe etwas mit „express“ wie „schnell“ zu tun. In Spanien und Portugal heißt er sogar café expreso bzw. café expresso, während der italienische Name caffè espresso sich aber aus der ursprünglichen Zubereitung in der Bar auf „expliziten“ Wunsch des Gastes herleitet. Und um mit einem letzten Mythos aufzuräumen: Espresso enthält nur dann weniger Koffein als Kaffee Crema, wenn man die Portionsgröße als Maßstab zugrunde legt. Absolut betrachtet ist der Koffeingehalt aber tatsächlich höher.

Welche Aromen und Nuancen Espresso-Gourmets im Espresso schmecken

Stell dir vor, du bestellst in einer edlen Kaffeebar einen Espresso. Kurze Zeit später serviert man ihn dir, frisch zubereitet und noch dampfend in einer der vorgewärmten dickwandigen Tassen. Er duftet köstlich, du genießt ihn in kleinen Schlucken. Nun nähert sich der Barista und will wissen, wie dir sein Espresso schmeckt. Du überlegst kurz und antwortest – ja, was? Er schmeckt dir natürlich gut, sogar ausgesprochen gut, hervorragend, köstlich, wunderbar. Wärst du ein echter Espresso-Feinschmecker, fiele dir aber noch viel mehr ein. Du würdest vielleicht sagen, lieber Barista, dieser Espresso hat ein wahrhaft komplexes Geschmacksbild. Vordergründig viel Süße und Karamell, aber im Nachklang diese aufregend-spritzige Fruchtnote mit einem Hauch von würzigem Kakao. Das erscheint dir reichlich übertrieben? Nun, so exakt beschreiben können wirklich nur echte Kaffeekenner ihre Geschmackseindrücke beim Kaffee Crema oder Espresso. Es ist wie beim Wein – nicht jeder, der gerne ein Gläschen Wein am Abend trinkt, ist auch ein ausgewiesener Experte oder professioneller Weinverkoster, der seine Auswahl bewusst trifft und sie kenntnisreich begründen kann.

Und nicht jeder, der auch Espresso aus Kapseln oder Pads mag oder mit der Qualität des Espressos aus seinem Vollautomaten total zufrieden ist und keinen Unterschied zu der Zubereitung in edelsten Espressomaschinen schmeckt, muss ein Kulturbanause sein.

Unser Tipp!

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Das alles ist italienischer Espresso: Namen und Variationen

Das in Deutschland so beliebte Getränk hat in seiner Heimat viele Namen: Wenn du in Italien einen Caffè oder Solo bestellst, wird dir die klassische Tasse Espresso serviert. Ein Doppio ist doppelt groß, ein Ristretto besonders stark, da konzentriert. Wenn du so ein Konzentrat überhaupt nicht magst, dann sind die Varianten Lungo oder Americano vielleicht richtig: Sie werden mit Wasser „gestreckt“. Wird der Espresso mit einem Schluck Cognac veredelt, heißt er Corretto. Eisgekühlte Varianten sind Caffè Freddo und Granita Di Caffè. Die hierzulande bekanntesten Milch- und Milchschaum-Spezialitäten enthalten ebenfalls Espresso – vom Cappuccino über Caffe Latte, Latte macchiato, Espressino, Marocchino, Mochaccino und viele andere Variationen wie Irish Coffee.